Vollständige Bremsen
Eine komplette MTB-Scheibenbremse ist mehr als „Hebel und Sattel“: Es ist ein stimmiges System, bei dem Power, Dosierbarkeit und Konstanz von der Kombination aus Hebel, Leitung, Sattel und Belägen abhängen. Shimano ist in vielen Builds Standard, weil es zuverlässig, wartungsfreundlich und im Gefühl sehr konstant ist – aber auch innerhalb von Shimano unterscheiden sich Serien deutlich. Eine MT200 kann im Freizeitbereich reichen, wenn alles sauber montiert ist, während M7120 oder M8120 für deutlich mehr Reserven gedacht sind, wenn du später bremst, stärker fährst und in langen Abfahrten Wärme ins System bringst. Der typische Fehler ist, nur nach Ruf oder Zahl zu kaufen, ohne den echten Einsatz zu betrachten: Mehr Power ist nicht automatisch leichter zu dosieren, und eine zu bissige Bremse kann im Nassen das Vorderrad schnell verlieren lassen. Umgekehrt zwingt dich eine zu schwache Bremse zu mehr Handkraft, du verkrampfst und ermüdest. Scheibengröße und Belagtyp gehören zur Entscheidung: das gleiche System fährt sich in 160 mm anders als in 203 mm, und Resin fühlt sich anders an als Metall. Ein komplettes Set hat den Vorteil, dass du keine riskanten Mischungen baust, die Entlüftung einfacher wird und der Druckpunkt stabil bleibt. Am MTB ist Konstanz alles: Die Bremse soll am Ende der Tour gleich reagieren wie am Anfang – trotz Wasser, Schlamm oder langer Abfahrt. Und die Montage zählt: eine „Top“-Bremse wird mittelmäßig, wenn der Sattel schlecht ausgerichtet ist, die Leitung zu stark knickt oder die Entlüftung schlampig ist. Ein guter Kauf ist hier eine Bremse, die Vertrauen gibt, ohne dass du ständig darüber nachdenken musst – weil dein Fokus auf der Linie liegen soll.
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