Hebel
Am MTB mit Scheibenbremsen ist der Bremshebel deine Schaltzentrale fürs Bremsen: Er bestimmt Präzision, Handermüdung und Vertrauen, wenn du schnell ankommst. Zwei Dinge ändern alles: Ergonomie (Form, Hebellänge, Fingerauflage) und hydraulisches Verhalten (Attacke, Progression, Druckpunkt). Ein guter Hebel erlaubt kräftiges Bremsen mit einem Finger, fein dosierbar ohne sofort zu blockieren, und einen stabilen Druckpunkt auch bei Wärme. Shimano und Magura sind die großen Referenzen, haben aber je nach Serie unterschiedliche Charaktere: manche Hebel sprechen sehr direkt an, andere progressiver; manche bieten feinere Reichweiten- und Kontaktpunkt-Einstellungen. Ein typischer Fehler ist, einen Hebel zu tauschen, ohne das Gesamtsystem zu berücksichtigen: Kompatibilität zum Sattel, Leitungstyp (z.B. bei Shimano je nach Serie BH90), und verwendetes Öl (Shimano und Magura nutzen Mineralöl, trotzdem sind Anschlüsse/Standards nicht beliebig kompatibel). Ein Hebel kann „irgendwie passen“, aber ein inkonsistentes Gefühl liefern, wenn du wild mischst. Auch die Position am Lenker zählt: zu tief knickt das Handgelenk, zu hoch verlierst du Kraft. Am MTB willst du den Hebel so ausrichten, dass er mit dem Unterarm in Linie ist, und einen Weg, der erst Kontrolle gibt und dann Power. Wenn es schwammig ist, liegt es nicht immer am Hebel: oft sind Entlüftung, Leitung, oder kontaminierte Beläge die Ursache. Ist das System sauber, verbessert ein passender Hebel das Fahren spürbar: später bremsen, präziser im Technischen, und weniger verkrampfte Hände am Ende der Tour.
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