Kufen
Ein MTB-Felgenbremsbelag ist ein kleines Stück Gummi, das über Vertrauen im Regen, im Dreck und in langen Abfahrten entscheidet. Bei Felgenbremsen zählt die Belagqualität und die Montage genauso wie der Bremskörper. Die Mischung „beißt“ mehr oder weniger, wird unterschiedlich warm und nutzt sich je nach Terrain anders ab. Ein typischer Fehler ist, nur „maximale Power“ zu suchen: Ein sehr weicher Belag bremst anfangs stark, kann aber schnell verschleißen, die Felge verschmutzen und an Konstanz verlieren. Ein zu harter Belag hält länger, kann aber trocken, laut und auf Nässe weniger beruhigend wirken. Shimano ist sehr verbreitet, BBB bietet solide Alternativen, und bei hydraulischen Felgenbremssystemen wie Magura HS11/HS ist die Kompatibilität Pflicht, weil Form und Halterung nicht wie bei Standard-V-Brake-Belägen sind. Das Setup macht den Unterschied: zu hoch montiert kann der Belag den Reifen berühren, zu tief bremst er schlecht und nutzt die Felge ungleichmäßig. Und „Toe-in“ (minimal vorne anliegend) verhindert Vibrationen und Quietschen. Viele Geräusche kommen nicht vom Belag selbst, sondern von falscher Ausrichtung oder einer mit Pflegeprodukten kontaminierten Bremsflanke. Wenn du Beläge wechselst, reinige die Bremsflanke, prüfe, ob die Felge nicht bereits stark ausgehöhlt ist, und kontrolliere Zugspannung bzw. Hebelweg. Ein guter Belag fühlt sich progressiv an: dosierbar, nicht sofort blockierend, und er bleibt auch bei Wärme stabil. Genau dort lohnt sich der Kauf am meisten: ein berechenbares Bremsen – nicht nur „kurz brutal“ für ein paar Minuten.
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